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Richtlinien zu MRT in der Neuroradiologie finden sie hier.
Eine weitere Untersuchungsmodalität ist die Magnetresonanztomographie. Die Vorteile dieses Verfahrens (Magnetresonanztomographie, Kernspintomographie, MRI oder MRT) sind noch augenscheinlicher. Es lassen sich geringste Abweichungen vom normalen Gewebe erfassen, noch dazu ohne Röntgenstrahlenbelastung für den Patienten. Die MRT erzeugt Schnittbilder des menschlichen Körpers in beliebiger Richtung mit Hilfe der magnetischen Kernresonanz. Sie erlaubt es, ohne bisher erkennbares Risiko Gewebeveränderungen und funktionelle Störungen von Organen zu erkennen.
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Hirntumor in der Kernspintomographie (Meningeom)
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Im Gegensatz zum Ultraschall oder zur Computertomographie wird bei der MRT die Information durch Anregung bestimmter Atome (Wasserstoffkerne = Protonen) mit Radiowellen ermittelt. Die Dichteverteilung dieser Kerne im Gewebe sowie ihre Bindung an andere Atome beeinflussen die Signale, die aus dem Körper empfangen und in Bilder umgewandelt werden. Eine Röntgenstrahlenbelastung tritt dabei nicht auf.
Der Patient liegt bei der Untersuchung auf einem beweglichen Tisch, der durch eine Öffnung in einen großen und sehr starken Magneten (bis zum einhunderttausendfachen des Erdmagnetfeldes) hineingeschoben wird. Um den zu untersuchenden Körperteil wird eine Radiospule gelegt. Durch Anregungspulse, die der Patient als Klopfgeräusch wahrnimmt, werden Aufnahmen der Untersuchungsregion in frei wählbaren Körperebenen angefertigt.
Die MRT wird vor allem für Untersuchungen des Gehirns, des Gesichts, der Augen, der Wirbelsäule und des Rückenmarks sowie der Gefäße (Arterien und Venen) eingesetzt. Sie gestattet es, krankhafte Veränderungen der Weichteile besser zu erkennen. Noch schneller als mit der Computertomographie können mit besonderen Techniken der Magnetresonanztomographie (MRT) Schlaganfälle innerhalb von Minuten bis wenige Stunden exakt lokalisiert und auf mögliche Ursachen analysiert werden. Winzige Tumoren, Hirnabbauprozesse, Gefäßmißbildungen, Enzephalitiden (Gehirnentzündungen), Anfallsursachen (Epilepsie) oder Folgeschäden nach Unfällen lassen sich gut differenzieren.
Die Entdecker der physikalischen Grundlagen der Magnetresonanztomographie, Bloch und Purcell wurden 1949 ebenfalls mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Die Bedeutung der MRT erschöpft sich jedoch nicht in der reinen Bildgebung. In den letzten Jahren erweiterte sich ihr Anwendungsbereich auf die spektroskopische Gewebedifferenzierung von Zelluntergang, Stoffwechselstörungen und der Nachweis biochemischer Tumorzellcharakteristika. Darüber hinaus kann die Funktion bestimmter Hirnareale durch Aktivierung von Einzelleistungen wie Sprechen, Sehen, Hören oder Bewegen überprüft werden. Zusätzlich läßt sich in der MRT das Strömungsverhalten von Blut oder Liquor (Nervenwasser) direkt messen.
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Entzündliche Veränderungen bei multipler Sklerose (kleine helle Flecken)
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Funktionelle Kernspintomographie: Aktivierung der Hirnrinde bei Mundbewegungen (rote Areale)
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