Pressemitteilung

Pressemitteilung zum neuroRAD 2019: Neuroradiologie: für die Zukunft beste Aussichten!

Zuletzt aktualisiert: Dienstag, 8. Oktober 2019

Vom 09.-12.Oktober 2019 findet in Frankfurt am Main die 54. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neuroradiologie (DGNR) – neuroRAD -  statt. Der Kongress ist die Fachveranstaltung aller in Deutschland praktizierenden Neuroradiologen (Fachärzte für Radiologie mit dem Schwerpunkt Neuroradiologie) und wird in diesem Jahr auch gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Neuroradiologie (ÖGNR) ausgerichtet. Kongresspräsidenten Professor Dr. med. Claus Zimmer (Klinikum rechts der Isar der TU München) und Prim. Dr. med. Johannes Trenkler (Kepler Universitätsklinikum Linz) erwarten rund 1.000 Besucher im Kap Europa, einem der modernsten Kongresszentren Europas. Ein Schwerpunkt der diesjährigen Jahrestagung ist das Thema Künstliche Intelligenz. Passend zu diesem Thema haben Prof. Zimmer und Dr. Trenkler dem Kongress das Motto „Zukunft Neuroradiologie“ vorangestellt.


DGNR-Kongresspräsident neuroRAD 2019Prof. Dr. Claus Zimmer DGNR-Kongresspräsident neuroRAD 2019„Zukunft Neuroradiologie“ hat für uns zwei Bedeutungen“, erklärt Prof. Zimmer. „Zum einen sollen mögliche Veränderungen durch zunehmenden Einfluss neuer Entwicklungen wie der Künstlichen Intelligenz (KI) mit allen Risiken und Chancen thematisiert werden. Durch den routinemäßigen Einsatz von Auswertesoftware für Bilddaten ist die Neuroradiologie schon längst in die Entwicklung von KI involviert und hat so für die Zukunft beste Voraussetzungen. Zum anderen bedeutet es, dass die Neuroradiologie als Querschnittsfach für die Medizin der Zukunft eine zunehmend wichtige Rolle spielt, unter anderem durch die rasante Entwicklung zum Beispiel der minimal-invasiven Katheter-gestützen Schlaganfallbehandlung. Wir wollen vermitteln, dass der Neuroradiologie als integraler Bestandteil der neuromedizinischen Fächer eine zunehmend wichtige Rolle zukommt.“

StAR-Lounge bringt Entwickler und Mediziner zusammen

Erstmals wird es auf dieser Jahrestagung ein Anwenderforum für Entwickler von Künstlicher Intelligenz geben – die StAR-Lounge (steht für Start-up and Applied Research). „Die Entwicklerszene ist sehr heterogen“, weiß Prof. Zimmer. „Neben originären Start-up-Unternehmen, wie sie in der Internetwelt geboren werden, gibt es auch viele Projekte, die sich aus universitären Forschungsgruppen gebildet haben, aber auch arrivierte (Groß-)Unternehmen mischen hier mit.“

ÖGNR-Kongresspräsident neuroRAD 2019Prim Dr. Johannes Trenkler ÖGNR-Kongresspräsident neuroRAD 2019Prim. Dr. Trenkler ergänzt: „Wir Neuroradiologen haben über viele Jahre eine sehr große Anzahl an elektronischen Bild- und Befunddaten in unseren Archivsystemen abgelegt, die mit die wertvollste Grundlage zur Entwicklung von KI-Anwendungen in der Medizin darstellen. Mit der StAR-Lounge wollen wir innovative Start-ups und Forschungsgruppen aus den Bereichen Künstliche Intelligenz, Datenmanagement, Robotik und Virtual Reality ansprechen und wir möchten, dass diese Initiativen uns ihre Anwendungen zu Diagnostik, minimal-invasiven Therapien, Befundung, Optimierung von Arbeitsabläufen und Ausbildung vorstellen. Besonders wichtig dabei ist uns der Austausch zwischen den klinisch tätigen Neuroradiologen und den Entwicklern bzw. Unternehmern, um die klinische Anwendung innovativer Entwicklungen zu fördern. Die Unternehmen können sich in Pitch-Sessions präsentieren, einem in der Branche gängigen, sehr dynamischen Vortragsformat“, so Dr. Trenkler.

Kongress vermittelt Grundlagen der Künstlichen Intelligenz

Den Machern des diesjährigen neuroRAD geht es aber nicht nur darum, die neuesten Errungenschaften aus Entwicklung und Industrie zu diskutieren, sondern auch allen Neuroradiologinnen und Neuroradiologen, die mit Künstlicher Intelligenz arbeiten möchten, Grundlagen an die Hand zu geben. Grundkurs KI nennt sich daher ein anwendungsorientierter Workshop am Mittwoch, dem 09.10.2019, der den Fragen nachgeht, wie man Daten aufbereiten muss, wie man eine KI-Studie aufsetzt und interpretiert und für welche medizinischen Fragestellungen sich Künstliche Intelligenz gut eignet.

neuroRAD bildet die ganze Bandbreite des Faches ab

Neben diesen Zukunftsthemen nimmt der neuroRAD auch viele klinische Fragestellungen in den Blick. Neuroradiologie spielt eine zentrale Rolle bei der Diagnose und der Therapie vieler neurovaskulärer Erkrankungen wie beispielsweise dem Schlaganfall, einer der häufigsten Todesuntersachen in der westlichen Welt. Aber auch dementielle Erkrankungen wie Morbus Alzheimer, die in unserer westlichen Gesellschaft zunehmen, sind ein Fokus des Faches, ebenso die Notfall-Bildgebung bei Verletzungen und die Neuro-Onkologie. Insgesamt bietet der neuroRAD 2019 rund 60 Sitzungen mit 167 Referenten aus dem In- und Ausland. Zielpublikum sind nicht nur Fachärzte und Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung, sondern auch Medizinisch-technische Radiologie-Assistenten (MTRA).